Sebastian Panek

Ich bin ein langjähriger Schüler von Oliver Heine und Guido Schenkel aus Hamm, die seit vielen Jahren das Bujinkan Dojo Ninpo-Hamm leiten. Guido und Oliver haben den 15. Dan, trainieren regelmäßig bei Dr. Masaaki Hatsumi in Japan und zählen zu den höchstgraduierten Ninjutsu-Lehrern auf der ganzen Welt.

Mein Werdegang im Bujinkan

Mein erster Kontakt mit Ninjutsu fand im August 1997 statt: Mein Bekannter Björn hat damals in Menden (Sauerland) ein kleines Dojo im Ortsteil Lendringsen gegründet. Die kleine Gruppe wurde von Oliver Heine und Guido Schenkel aus Hamm trainiert – beide hatten damals bereits den 4. Dan. Irgendwann überredete mich Björn zu kommen und sich das Training anzuschauen. Das was dort gezeigt und trainiert wurde faszinierte mich auf Anhieb und ich entschloss mich mitzumachen.

In den folgenden Jahren trainierte ich regelmäßig bei Oliver Heine und Guido Schenkel in Hamm. Ich besuchte regelmäßig verschiedene Seminare in ganz Deutschland.

Im Herbst 2008 habe ich als 4. Dan die Shidoshi-Ho-Lizenz bekommen und durfte fortan als Shidoshi-Ho unterrichten. Im November 2012 wurde ich zum 5. Dan geprüft und darf seitdem den Titel Shidoshi tragen.

Nachdem ich Mitte 2006 berufsbedingt nach Oberbayern umgezogen bin, traf ich hier Ralf, einen alten Bekannten aus Hamm, der bis 1999 ebenfalls bei Guido und Oli in trainierte. Wir trafen uns und begannen, zusammen zu trainieren. Im Zuge der Entstehung der Moon-Dojo-Gemeinschaft entschlossen wir uns schließlich, eine Trainingsgruppe in Bad Reichenhall aufzubauen, um unseren Weg gemeinsam mit Euch fortzusetzen.

Jüngere Geschichte

Ein vorläufiger Höhepunkt war mein zweiwöchiger Japanaufenthalt im November 2006 zusammen mit meinen Lehreren und anderen Danträgern aus Hamm. Wir trainierten fast täglich bei Hatsumi Sensei und bei seinen Schülern im Hombu-Dojo und im Dojo in Ayase.

Im November 2012 habe ich meine Prüfung zum 5. Dan erfolgreich absolviert und den Titel Shidoshi erhalten.

Was fasziniert mich am Bujinkan?

Das Faszinierende am Ninjutsu ist die große Vielfalt der Schulen, Techniken und Waffen und die fast 1000 Jahre alte Tradition der im Bujinkan vereinten japanischen Kriegskünste. Ninjutsu führt den Trainierenden direkt in das alte Japan mit all seinen Mythen und Legenden. Man erhält beim Training von Anfang an einen Einblick in die Welt, die Lebensweise und die Geisteshaltung der alten japanischen Krieger.

Das besondere an den Techniken im Ninjutsu ist, dass sie immer einen praktischen und geschichtlichen Hintergrund haben. Alles ist so, wie es ist, weil es in der langen Tradition der verschiedenen Schulen (Ryus) von Generation zu Generation weitergegeben und verbessert worden ist. Hinter allen Techniken stecken im Wesentlichen die gleichen Prinzipien, die man offensichtlich oder versteckt immer wiederfindet oder neu entdeckt. Die Prinzipien bleiben gleich, egal ob man mit einer Waffe oder unbewaffnet trainiert. Man hat außerdem immer die Möglichkeit, zu variieren. Zwischen den beiden Polen „sanft und geschmeidig“ und „hart und schmerzhaft“ gibt es ein ganzes Spektrum von Varianten einer Technik. Welche man wählt, hängt von der Lage ab, in der man sich befindet. Man hat also immer die Wahl und trägt stets die Verantwortung für das, was man tut!