Thomas Martinetz

Mein Werdegang im Bujinkan

Bevor im Februar 2008 das erste Training stattfand, haben die Dojogründer Sebastian und Ralf ordentlich die Werbetrommel gerührt. Überall in der Stadt hingen Plakate und es waren Flyer ausgelegt, die kurz und prägnant erklärten, was denn in dieser Kampfkunst gelehrt wurde.

So habe ich auch in meiner Schule das Plakat gesehen und mit ein paar Freunden beschlossen, dass das interessant klingt und wir uns das erste Training des Ni-To-Dojo Bad Reichenhall einmal anschauen wollen.

Das Training faszinierte mich auf Anhieb und ich beschloss, dass ich diese Kampfkunst unbedingt weiter trainieren und erlernen wollte.

In den folgenden Jahren besuchte ich regelmäßig Seminare in Deutschland und Österreich und habe viele neue Freunde und Bekannte kennen und schätzen gelernt.

Als sich unsere Trainingstermine von einem auf dreimal erhöht hatten, habe ich begonnen, das Training teilweise zu übernehmen, um Sebastian etwas zu entlasten. Dies fiel auch ungefähr mit meiner Prüfung zum ersten Dan zusammen, sodass ich viel Erfahrung beim Erklären von Techniken und dem dazugehörigen Blick für das Detail sammeln konnte.

Zu unserem 10-jährigen Jubiläumsseminar wurde die Leitung des Ni-To-Dojos von Sebastian an mich übergeben, was für mich eine große Ehre bedeutet.

Ich werde also auch in Zukunft weiter viele Seminare besuchen, mich weiter fortbilden und mein Bestes geben, um das Training in Bad Reichenhall weiter voranzubringen.

 

Was fasziniert mich an dieser Kampfkunst?

Für mich gibt es mehrere faszinierende Aspekte an dieser alten Kampfkunst.
Zum einen wäre da die enorme Vielfalt an Techniken und Waffen, die sich aus der Vielzahl an Schulen ergibt, die im Bujinkan Budo Taijutsu enthalten sind und gelehrt werden. Jede der 9 Ryu hat ein eigenes Gefühl für den Stand, die Art des Kampfes und auch der Geisteshaltung, sodass man durch das Studium der Techniken auch etwas über das alte Japan und die Samurai und Ninja lernt.

Zum anderen finde ich es aber auch immer wieder spannend, dass sich ein- und dieselbe Technik in verschiedenen Weisen ausführen lässt. So kann man immer entscheiden, ob man den Trainingspartner nur sanft kontrollieren, hart und schmerzhaft überwältigen oder das ganze Spektrum dazwischen anwenden möchte. Je nach Situation kann deswegen eine etwas andere Weise der Technik Anwendung finden oder sinnvoll sein, aber man hat immer die Entscheidung und somit auch Verantwortung für sein Handeln.

Zudem finde ich die Gemeinschaft des Bujinkan sehr faszinierend. Egal, wo man hinfährt um zu trainieren, man wird sofort freundlich aufgenommen und behandelt, als wäre man ein langjähriger Freund und Bekannter.
Im Ni-To-Dojo habe ich eine zweite Familie gefunden, mit der das Training noch mehr Spaß macht und man auch außerhalb des Dojo gerne Zeit verbringt.
Und in der Moon-Dojo-Gemeinschaft haben wir auch mehr als Freunde gefunden und es ist jedes Mal ein Spaß, sie wiederzusehen.